lena kesting

Wenn Lena Kesting live auf Sendung geht, wirkt sie, als sei sie schon immer genau dort gewesen: souverän vor der Kamera, fachkundig im Gespräch mit Skisprung-Legenden und nahbar im Umgang mit den Athleten. Doch der Weg der 31-Jährigen ist alles andere als gewöhnlich. Während sie aktuell bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo für das ZDF die Skisprung-Wettkämpfe moderiert , schaut sie auf eine steile Karriere zurück, die tief im Wasser – genauer gesagt im Schwimmbecken – begann. Lena Kesting verkörpert eine neue Generation von Sportjournalistinnen: authentisch, bestens vorbereitet und mit dem besonderen Blick für die Seele des Spitzensports.

Vom Beckenrand an die Schanze: Die Basics einer außergewöhnlichen Karriere

Geboren 1994 in Viersen am Niederrhein, war Lena Kesting bereits in ihrer Jugend im Leistungssport zuhause. Sie schwamm um Zeiten, kratzte an den Normen für Deutsche Meisterschaften, musste jedoch mit 18 Jahren realisieren: “Ich war einfach nicht gut. Punkt. Da fehlte am Ende das Talent” . Diese Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist ein Charakterzug, der sie bis heute auszeichnet. Statt in Selbstmitleid zu versinken, nutzte sie ihre Passion für den Sport und lenkte sie in eine neue Bahn: den Journalismus.

Von 2012 bis 2016 studierte sie Sportjournalistik in Köln. Schon während des Studiums sammelte sie erste Praxiserfahrung als Hospitantin in der ZDF-Sportredaktion . Nach ihrem Volontariat bei Sat.1 NRW und ersten Moderationserfahrungen kehrte sie 2019 als Redakteurin zum ZDF zurück. Seit September 2020 ist sie das bekannte Gesicht des “ZDF-Morgenmagazins” (MoMa), wo sie regelmäßig den Sportblock präsentiert . Ihre akademische Tiefe beweist sie zudem mit ihrer Bachelorarbeit, die sich mit der medialen Darstellung von psychischen Erkrankungen im Spitzensport beschäftigte – ein Thema, das ihr bis heute am Herzen liegt .

Authentizität als Erfolgsfaktor: Warum Lena Kesting so gut ankommt

In der oft hektischen und oberflächlichen Welt des Sportfernsehens sticht Lena Kesting durch eines hervor: ihre Glaubwürdigkeit. Sie weiß, wovon sie spricht, weil sie selbst den Druck von Wettkämpfen kennt. Dieses Erbe als Ex-Schwimmerin verleiht ihr eine natürliche Autorität, wenn sie über die Belastungen von Athleten spricht .

Ihr Vorteil ist die Kombination aus Empathie und akribischer Vorbereitung. Als sie vor der Aufgabe stand, den erfahrenen Norbert König als Skisprung-Moderatorin abzulösen, stand sie zunächst “wie der Ochs vorm Berg” . Ihre Lösung? Sie wandte sich an ZDF-Experte Severin Freund mit einer langen Fragenliste: “Erklär mir bitte Skispringen!” . Diese Bereitschaft zu lernen, gepaart mit der Demut zuzugeben, dass sie als Ex-Schwimmerin von der Materie zunächst wenig Ahnung hatte, macht sie beim Publikum so beliebt.

Die Vorteile ihrer Art der Berichterstattung im Überblick:

  • Expertise auf Augenhöhe: Durch ihre eigene Vergangenheit als Leistungssportlerin kann sie Momente des Triumphes und des Scheiterns besser einordnen .
  • Vorbereitung ist alles: Sie scheut sich nicht, Experten wie Severin Freund zu löchern, um auch komplexe Techniken wie die Flugphase beim Skispringen verständlich zu erklären .
  • Teamplayerin: “Fernsehen ist Teamwork”, betont sie immer wieder. Sie versteht sich als Teil eines großen Ganzen, nicht als einsamen Star .
  • Vielseitigkeit: Ob Schwimmen in Tokio und Paris, Rodeln in Peking oder Fußball-EM – Lena Kesting ist in nahezu jeder Sportart zuhause .

Zwischen Emotion und Analyse: So meistert Lena Kesting die großen Events

Die Arbeitsweise von Lena Kesting ist geprägt von einem klaren Verständnis für ihre Rolle. Sie will nicht glänzen, sondern die Geschichten der Sportler ans Licht bringen. Bei Olympia 2026 ist sie täglich neu gefordert. Der Alltag einer Moderatorin ist dabei oft chaotisch. Wettbewerbe können wegen Windes verschoben werden, Interviewsituationen sind spontan. “Nichts ist vorhersehbar. Am meisten liebe ich an dem Job die Interaktion mit den Sportlern, also die Interviews und den Austausch”, verrät sie .

Ein Blackout vor der Kamera? Bisher Fehlanzeige. Falls doch eine Denkpause kommt, hat sie ihre Notfallstrategie: “Notfalls gebe ich eine Frage an meinen Experten weiter, um mich zu sortieren” . Diese Ruhe und Souveränität hat sie sich über die Jahre erarbeitet. Ihre Karriere-Highlights lesen sich wie das Who-is-Who des Sportjournalismus:

JahrEreignisRolle / Sportart
2021Olympische Spiele TokioReporterin Schwimmen
2022Olympische Spiele PekingModeration Ski Alpin
2023FIFA Frauen-WMModeratorin am DFB-Quartier
2024Fußball-EM (Herren)Reporterin
2024Olympische Spiele ParisModeration Schwimmen (Studio)
2026Olymp. Winterspiele ItalienModeration Skispringen
Quelle: Eigene Recherche basierend auf ZDF-Profil und Medienberichten 

Ihr großer Traum für die Zukunft? “Ich habe noch keine Männer-Fußball-WM gemacht, und das Sportstudio wäre natürlich ein Traum”, verriet sie bereits . Angesichts ihrer steilen Karriere ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie auch diese Ziele abhakt.

Typische Herausforderungen im Sportjournalismus und wie Lena Kesting sie löst

Der Weg in der männerdominierten Sportwelt war für Lena Kesting nicht immer einfach. Sie spricht offen darüber, dass es mehr braucht als reines Fachwissen, um als Frau ernst genommen zu werden . Ihre Strategie: Sie lässt ihre Arbeit sprechen. Durch unangreifbare Vorbereitung und eine ruhige, professionelle Art zwingt sie Kritiker zum Umdenken.

Eine weitere Herausforderung ist die Balance zwischen Nähe und Distanz zu den Sportlern. Sie ist auf Augenhöhe mit Stars wie Andreas Wellinger, was ihr den Zugang erleichtert, aber sie wahrt stets die journalistische Distanz . Die größte Herausforderung in ihrem Berufsalltag sieht sie jedoch in der ständigen Flexibilität. Ein Einsatz bei Olympia bedeutet 14-Stunden-Tage, ständiges Reisen zwischen den Wettkampfstätten und die mentale Belastung, immer “on” sein zu müssen. Ihr Rezept dagegen: “Gute Ernährung und viel Schlaf” – einfache, aber effektive Mittel aus ihrer Zeit als Leistungssportlerin .

Zukunftstrends und Karriere-Tipps der ZDF-Moderatorin

Was können junge Journalisten von Lena Kesting lernen? Ihre Karriere zeigt, dass der klassische Weg über Volontariat und redaktionelle Arbeit immer noch der beste ist, um Handwerk zu lernen. Sie ist ein Paradebeispiel dafür, dass Geduld und Beharrlichkeit sich auszahlen.

Für die Zukunft des Sportjournalismus sieht sie klare Trends:

  1. Mentale Gesundheit: Themen wie Druck, Versagensangst und Depressionen bei Athleten werden präsenter. Ihr eigenes Studium hat gezeigt, wie wichtig dieser Aspekt ist .
  2. Digitalisierung und Social Media: Plattformen wie Instagram (auf dem sie übrigens private Einblicke wie Reisefotos aus Island oder Jordanien teilt) werden wichtiger, um gerade junge Zielgruppen zu erreichen .
  3. Cross-Sport-Kompetenz: Die Zeiten, in denen ein Moderator nur eine Sportart beherrschen musste, sind vorbei. Lena Kesting lebt vor, wie man vom Schwimmen über Fußball bis zum Skispringen alle Disziplinen abdeckt .

Ihr wichtigster Tipp an den Nachwuchs: Bewahrt euch die Neugier. “Ich lerne immer noch viel dazu”, gibt sie offen zu – und das ist wahrscheinlich das Geheimnis ihres Erfolgs .

Häufige Fragen (FAQ) zu Lena Kesting

1. Wie alt ist Lena Kesting und wo kommt sie her?
Lena Kesting wurde am 20. März 1994 in Viersen am Niederrhein geboren. Sie ist aktuell 31 Jahre alt .

2. Hat Lena Kesting einen Freund oder ist sie verheiratet?
Lena Kesting ist bekannt dafür, ihr Privatleben strikt aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Sie bestätigte lediglich einmal, dass sie vergeben sei (“Ich bin vergeben.”), nannte aber keine Namen. Auch auf Social Media teilt sie fast ausschließlich berufliche Inhalte oder Urlaubsfotos, jedoch nie von einem Partner .

3. Welche Sportarten moderiert Lena Kesting beim ZDF?
Lena Kesting ist extrem vielseitig. Ihre Paradedisziplin ist zwar das Schwimmen (aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit), aber im ZDF moderiert sie auch Skispringen, Ski Alpin, Nordische Kombination und Fußball (Herren- und Damen-EM) .

4. War Lena Kesting selbst Leistungssportlerin?
Ja, bis zu ihrem 18. Lebensjahr war Lena Kesting Leistungsschwimmerin. Sie verfehlte jedoch knapp die Qualifikation für Deutsche Meisterschaften und entschied sich dann für den Journalismus .

5. Wo ist Lena Kesting bei Olympia 2026 im Einsatz?
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien ist Lena Kesting als Moderatorin für die Skisprung-Wettkämpfe im Einsatz. Sie berichtet live aus den Schanzen in Predazzo .

Fazit: Mehr als nur ein Moderationsgesicht

Lena Kesting hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der ersten Riege der deutschen Sportmoderatorinnen erarbeitet. Sie ist der lebende Beweis dafür, dass man mit Disziplin, Bescheidenheit und harter Arbeit auch dann seinen Traumjob finden kann, wenn der erste Karriereweg (der als Profisportlerin) nicht von Erfolg gekrönt war. Ob bei Olympia, der Fußball-EM oder der “Sportler des Jahres”-Gala – Lena Kesting steht für einen modernen, empathischen und zugleich hochprofessionellen Journalismus.

Ihre Stärke liegt in ihrer Fähigkeit, die Brücke zu schlagen zwischen dem Gefühl der Athleten und der Analyse der Experten. Sie ist die perfekte Gastgeberin für die großen Sportgeschichten unserer Zeit. Wir dürfen gespannt sein, welche Kapitel die Karriere von Lena Kesting in den nächsten Jahren noch schreiben wird – vielleicht ja bei einer Herren-Fußball-WM. Eines ist sicher: Sie wird darauf vorbereitet sein, genau wie heute an der Skisprungschanze in Italien.

reginarick

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *